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Hallo zusammen!

Dieser Puppenherd ist vermutlich mein ältester, er stammt aus der Zeit um ca.1860-1870.

Neben den Gestaltungsmerkmalen, die auf eine recht frühe Fertigung schließen lassen, wird dies auch durch Angaben des Vorbesitzers bestätig, denn der Herd stammt noch von seiner Urgroßmutter.

Deren Tochter hat ihn lebenslang aufbewahrt und hatte an ihm als Dekorationsstück ihre Freude.

 

Dass es sich um einen frühen Herd handelt, erkennt man an einigen zeitlich ganz typischen Merkmalen:

So ist die Krone ganz einfach gestaltet und nicht wie bei den späteren Herden hoch und geschwungen ausladend.

Die Füße sind einfach gebogen und abgerundet und haben noch nichts mit den späteren, dekorativen Löwenklauen gemeinsam.

Die Verriegelung der Türen ist ebenfalls primitiv, und das meine ich nicht abwertend, gearbeitet.

Die Töpfe reichen noch weit in den Herdkorpus hinein.

Das in die Tür gestanzte Lochmuster ist in Handarbeit gemacht worden, denn der Kreis ist nicht ganz regelmäßig rund wie bei Maschineller Herstellung.

Für eine frühere Fertigung spricht auch die typische dreieranordnung der Herdtüren, allerdings ist dies nur in verbindung mit den anderen Merkmalen wirklich aussagekräftig, denn diese Anordnung findet man gelegentlich noch bei Herden um und kurz nach 1900.

 

Gemarkt ist der Herd (natürlich) wieder einmal nicht, ich habe aber bei der Recherche in einem Auktionshaus einen identische Puppenherd entdeckt, der der Biberacher Firma Rock & Graner zugeschrieben wurde. Mögliche andere Hersteller aus dieser Zeit sind die Firmen Lutz aus Ellwangen sowie Gottfried Striebel, ebenfalls in Biberach ansässig.