Alle Bilder auf dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt! Weitere Verwendung der Bilder

nur nach Rücksprache!

 

 

 

Puppenküchenherd (Stufenherd) aus der Zeit um 1900 oder früher

 

Dieser Herd wurde ganz sicher in Handarbeit hergestellt, es wurde, im besten Sinne und ohne abwerten zu wollen, primitiv gearbeitet. Die aneinanderstossenden Bleche sind übereinander gekantet,  Türchen und Verschlussriegel wurden angenietet. Die Beine sind schlicht und gerade, es sind kaum Verzierungen vorhanden.

Als Material wurde Kupferblech verwendet. Kupfer ist ein relativ weiches Material und lässt sich vermutlich einfacher bearbeiten als andere Metalle.

Unter der dunklen oxidierten Schicht kann man noch den rötlichen Schimmer des Kupfers erkennen.

Da es sich bei diesem Herd, wie schon geschrieben, um eine Handarbeit handelt, kann ich das Alter nur ganz grob schätzen.

Ich vermute, dass der Herd so gegen die Jahrhundertwende 1900 gebaut wurde, möglich ist aber auch, dass er wesentlich älter ist.

Bei der Ladenburger Spielzeugauktion wurde vor einiger Zeit ein Herd versteigert, der große Ähnlichkeit mit diesem hier hat. Link zum Auktionsarchiv (Herd auf dem untersten Bild)

 

 

 

 

Blick von oben auf den Herd

 

 

Die Reling eignet sich hervorragend, um Küchengeräte dekorativ aufzuhängen. Ihr ursprünglicher Sinn, vor allem bei den Herden der "großen Welt" war jedoch, die Köchin als Abstandshalter vor der heissen Herdplatte zu schützen.

 

 

Ungewöhnlich und relativ selten ist die Bauform mit dem oben liegenden Backofen.

Ein richtiger Schornstein ist übrigebns nicht vorhanden, aus dem Backofen ragt lediglich ein kurzer Rohrstummel heraus. Dies ist aber original, ein längeres Ofenrohr war nie vorhanden.

 

 

Auf dem Detailbild erkennt man sehr schön die einfache Verarbeitung der Bleche.

 

 

Ein bischen spielen und dekorieren darf auch der heutige Sammler;-)). Passend zur Herbstzeit bruzzeln die Bratäpfel im Backrohr!

 

 

An der linken Herdseite befindet sich die Feueröffnung, der Herd konnte mit Holz oder Kohle betrieben werden.

Ganz klasse gemacht ist der Aschekasten, der unter die Feueröffnung in eine Führung eingeschobnen wird.

Der Aschekasten wurde durch falten und nieten in die Kastenform gebracht.

Ein Metallbügelchen erleichtert das Herausziehen.

 

 

So sieht es im Inneren des Brennraumes aus. Das vorspringende Blech unter der Öffnung der Brennkammer sollte vermutlich herausfallende Glutstückchen auffangen.

 

 

Anhand der kleinen Details, wie z.B. der Verriegelung der Türchen, erkennt man die Handarbeit!

 

 

Das "Ofenrohr"

 

 

:-))

 

 

Ein weiterer Herd mit oben liegendem Backofen befindet sich in der Zinnküche

 

Zurück zur Hauptseite

Weiter mit: Großer Bing- Herd